Zum Inhalt springen

Die Verlautbarung des Geistes. Beat-Stille-Pop

Copyright bei http://www.klassik-stiftung.de/einrichtungen/kolleg-friedrich-nietzsche.html

Das Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar veranstaltet eine künstlerisch-wissenschaftliche Tagung zur Philosophie des Hörens. In diesem Zusammenhang werden die Vorträge am Samstag (20.3.) vormittag, sowie das Konzert am Freitag (19.3.) abend um 2100h in der Coudray-Strasse 13A stattfinden.Weiterlesen »Die Verlautbarung des Geistes. Beat-Stille-Pop

SeaM Weimar & SeM Dresden live in der Coudraystrasse/Weimar

Der Wink mit dem elektroakustischen Zaunpfahl: Dresdner und Weimarer Studierende geben gemeinsames Konzert

Ein neue Kooperation trägt klingende Früchte: Das gemeinsame Studio für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Bauhaus-Universität Weimar war vergangene Woche zu Gast beim Studio für Elektronische Musik der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden. Nun folgt die Gegeneinladung: Frisch aus den Tüftelstudios präsentieren Dresdner und Weimarer Kompositions- und Musikstudierende am Dienstag, 12. Januar um 19:30 Uhr im Werkstatt-Studio des SeaM in der Coudraystrasse 13a (Erdgeschoss)neue Werke – z. B. für Kupferplatte und Elektronik, oder für ein 23-kanaliges Orchester aus Lautsprechern. Häufig sitzen die Komponisten selbst als Klangregisseure am Mischpult. Der Eintritt ist frei.

Man darf gespannt sein auf Kompositionen mit Titeln wie „Nummer Zwei oder der Wink mit dem Zaunpfahl“ (Daniel Schulz), „Maschinarium“ (Christian Helm) und „Blue Water, Dark Sky“ (Jorge García del Valle Méndez). Außerdem werden unter anderem Franz Martin Olbrischs „studi & speaker. Musik für Akusmonium“ sowie Anton Aslamas’ „Aus alten Zeiten“ für zweikanaliges Tonband zu hören sein.

Das SeaM Weimar, unter der Leitung von Professor Robin Minard, bietet vielseitige Möglichkeiten für die Produktion elektroakustischer Musik – häufig in spartenübergreifenden, multimedialen Zusammenhängen. Während die Elektroniker aus Dresden bevorzugt direkt beim Konzert Aufgenommenes verarbeiten und so Originalklang und verändertes Abbild einander gegenüberstellen, wird in Weimar meist schon vor dem Konzert aufgenommen: Im Konzertsaal entstehen dadurch verschiedene (räumliche) Möglichkeiten der Klangwiedergabe, außerdem können so vermehrt Klangmaterialien unterschiedlichster Herkunft und Länder in den Konzertsaal hineingetragen werden.

Anette Börger

SeaM zu Gast in an der HfM Dresden

Am Samstag den 9. Januar 2010 gastierte das SeaM-Studio unter Leitung von Robin Minard im gerade eingeweihten Kammermusiksaal der HfM Dresden. Zu hören waren Tonbandwerke von Christian Helm, Sebastian Peter, Rico Graupner, Andreas Vorwerk, Ursula Meyer-König und Daniel Schulz. Darüber hinaus präsentierte Björn Lindig seine „3 Experimente mit einer Trommel“ für Flöte und Live-Elektronik.

Das Konzert ist der erste Teil des Konzertaustauschs Dresden <–> Weimar, bei dem sich die beiden befreundeten Studios gegenseitig besuchen und dabei ihre neuesten Werke präsentieren.

Mani.fest II

Am 12.7.2009 um 2000h wird das SeaM einige Kompositionen beim Mani.fest im Festsaal des Mon Ami’s aufführen.

MANI.FEST II – Digital Performance Bauhaus

Beim zweiten Mal fangen Dinge an sich zu manifestieren.  Getreu diesem Gedanken veranstalten die Juniorprofessur Experimentelle Television der Fakultät Medien und das Studio für elektroakustische Musik (SeaM) am 12. Juli 2009 im Rahmen der summary 2009 zum zweiten Mal die Multimediashow Mani.Fest mit den besten Darbietungen aus der Medienkunst und der elektronischen Kultur in Weimar.

,,Eines Tages werden die Künstler mit den elektronischen Apparaturen arbeiten, wie sie es heute mit Pinsel, Violine oder Abfällen tun.“ So Nam June Paik, Fluxus- und Videokünstler, 1965. 54 Jahre später im Jahr 2009 ist dies allgegenwärtiger ästhetischer Alltag geworden. Ableton und Premiere, Videokamera und Ganzkörperscanner, Leuchtstoffröhren und Scheinwerfer, Laptop, Internet und Grafikkarte sind Handwerkszeug für die Visionäre der zeitgenössischen Kunstszene.  Und so werden wir erneut Raum schaffen für Licht-, Video- und Soundinstallationen, Closed Circuit Performances, Internet- und Netzkunst, Visual Music und interaktive Multimediaperformance. Unter der Leitung des englischen Performance-Künstlers Ben Sassen präsentiert die Professur für Experimentelle Television einen wichtigen Teil des Bauhauses. Dem Besucher wird die Gelegenheit geboten, Einblick in die Arbeiten und Ideen des Bauhauses von heute zu bekommen.

Das Kulturzentrum mon ami wird am 12.07.2009 um 20.00 Uhr zur Bauhausbühne. Das Experiment der Media-Manie, zwischen Klassik und Moderne, kann beginnen. Künstler aus Weimar präsentieren ihre Arbeiten und eine Moderation wird durch den Abend führen. Anschließend bietet sich die Möglichkeit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen oder gemeinsam an einem weiteren Event des Mediengangs teilzunehmen.

„Ohrwald“ – eine Klanginstallation am Baumkronenpfad Hainich

Eine Klanginstallation auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich und Eröffnungskonzert im Stadtmuseum Bad Langensalza Bad Langensalza. Im Sommer 2009 wird die Erfahrung auf dem Baumkronenpfad für die Besucher um den Hörsinn erweitert: Zu der natürlichen Atmosphäre des Waldes gesellen sich plötzlich neue Klänge, die zugleich fremd sind und doch an den Ort zu gehören scheinen. Aus zahlreichen, direkt am Pfad installierten Lautsprechern erklingen Klangcollagen, die sich in die Umgebung integrieren und mit ihr in einen Dialog treten. Die Klänge entfalten sich als räumliches Bild von Nähe und Ferne, während man den Pfad entlangläuft. Auf der oberen Plattform des Turmes befindet sich ein akustisches Fernrohr, das zum genaueren Hinhören einlädt und mit dem Klanggeschehen auf dem Pfad verknüpft ist. Die Installation bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Urbanität und Natur, zwischen der Unberührtheit des Nationalparks und der Ausgestaltung des Baumkronenpfades als Erlebnisstätte. Der „Ohrwald“ möchte den Hörsinn der Besucher für den Klangraum des Waldes sensibilisieren, aber gleichzeitig auch thematisieren, inwieweit die Eingriffe des Menschen den Wald klanglich verändern. „Ohrwald“ wird realisiert von Studierenden des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik Franz Liszt und der Bauhaus-Universität Weimar unter Leitung von Prof. Robin Minard und Hanns Holger Rutz. Er erklingt auf dem Baumkronenpfad in der Zeit vom 6. Juli bis zum 17. August 2009. Den Auftakt zur Klanginstallation bildet ein Open-Air-Konzert am 04. Juli 2009 im historischen Kreuzgang des Stadtmuseums Bad Langensalza, in dem das Lautsprecherorchester des SeaM zu erleben ist.

Vor der Eröffnung der Installation stellt sich das SeaM in Form eines elektroakustischen Konzertes in der Ruine des Augustinerklosters in Bad Langensalza vor. Dazu wird in dem halboffenen Raum ein so genanntes Akusmonium (Lautsprecherorchester) aufgebaut. Die Konfiguration dieses Lautsprecherorchesters wird eigens für das Konzert angepasst und bildet die besondere Struktur des Ortes ab. Beispielsweise verleihen Klänge, die von dem weiter entfernte Turm herabschallen, den Werken eine zusätzliche räumliche Dimension.

Projektzeitraum: 6. Juli bis 17. August 2009.

SeaM live@ZKM Next Generation 3.0

Das SeaM stellt sich beim Next Generation Festival am ZKM in Karlsruhe am 12.6.2009 vor. Es treffen sich hier internationale Hochschulestudios zum Austausch ihrer Gedanken und Werke.

Mehr Informationen gibts beim ZKM.

Konzertwochenende im Januar 09

Konzertsaal während Daniels Probe

Das SeaM wird vom 9.1. – 11.1.2009 Konzerte im Fürstensaal der Hochschule für Musik Franz Liszt durchführen. Sie beginnen jeweils um 1930. Es ist wieder eine gute Gelegenheit, das Lautsprecherorchester des SeaM zu hören.

Gilles Gobeil im Konzert / Workshop

Gilles Gobeil wird ein Konzert auf dem Lautsprecherorchester des SeaM im Werkstatt Studio in der Coudraystrasse um am 9.12. um 1930h geben. Der Eintritt ist frei.

Einen Tag vorher wird Gilles einen Workshop für Studenten geben.

Stockhausen – „Mixtur“ aufgeführt

Das SeaM wird sich um die Realisation und Bedienung der Live-Elektronik bei der Aufführung von Stockhausen’s „Mixtur“ kümmern. Hier Auszüge aus dem Pressetext der HfM.

[…]

Fast genau ein Jahr nach seinem überraschenden Tod führt das Hochschulsinfonieorchester am Donnerstag, 4. Dezember um 19:30 Uhr in der Weimarhalle das Werk MIXTUR auf, eine von Stockhausens maßgeblichen Kompositionen aus den 1960er Jahren.

[…]

MIXTUR Nr. 16 ½ (in der Fassung von 2003) erklingt in der so genannten „Vorwärts-Version“. Die benötigte Live-Elektronik wird dabei vom Tonstudio sowie vom Studio für elektroakustische Musik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar betreut. Komplettiert wird das Konzertprogramm von Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur op. 86 sowie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“.

[…]

Der Dirigent von MIXTUR, Prof. Nicolás Pasquet, erklärt in einfachen Worten seine Herangehensweise an das Werk: „Zunächst muss man die ersten Seiten mit den Spielanweisungen lesen und lernen, was dieser Punkt, dieser Strich, dieser Keil oder diese Schlangenlinie in der Partitur bedeutet. Es werden ganz neue Spieltechniken verlangt. Normalerweise wird das Stück einmal vorwärts und dann rückwärts gespielt. Wir spielen in Weimar aber ‚nur’ die Vorwärts-Version. Das Stück hat zwei ‚Dirigenten’: Einer dirigiert die Musik, das bin ich, und der andere Dirigent sitzt am Mischpult im Saal und fügt die Elektronik zusammen. Das Orchester teilt sich in fünf Gruppen auf und jede Gruppe hat ihren eigenen Elektronikmeister, der die Ringmodulatoren bedient. Die fünf verschiedenen Klänge aus den fünf Gruppen fügt der Klangregisseur im Saal dann zusammen.“